Vielbegabung ist ein relativ junges Gebiet in der Begabungsforschung.
Daher ist es vielleicht wichtig hier einmal zu differenzieren, wie sich Vielbegabung äußert und dementsprechend aussieht.

Jede/r Vielbegabte hat viele Ideen und Interessen.
Das kann allerdings von Typ zu Typ schwanken. 
Oftmals haben sie allerdings so viele Interessen, dass sie gar nicht wissen wie anfangen und wo sie aufhören müssen. Gefühlt gibt es 10 000 Ideen die verwirklicht werden wollen. 
Achtung! Wenn du aber „nur“ 3 – 10 Interessen hast keine Panik! Auch das ist ein Anzeichen für Vielbegabung, dann allerdings eher im Rahmen der Zykler.
Wenn du  hingegen gefühlt alles einmal ausprobieren möchtest, wie oben beschrieben, bist du bei den Universalisten gut aufgehoben.
Und wenn du erst ein neues Gebiet findest, nachdem du dich mit einem eingehend beschäftigt hast bist du bei den Prozessern gut aufgehoben. 

Du siehst, alleine unter den drei Persönlichkeitstypen gibt es markante Unterschiede.

Doch es gibt auch Merkmale die alle drei vereinen.
Was das angeht begeben wir uns  nun in die Gefühlswelt einer Vielbegabten.
 Denn wenn du deinen Weg hierher gefunden hast, dann wirst du dich wahrscheinlich in einigen Punkten wieder finden.

1.) DRANG NACH NEUEM
Du erkundest gerne, bist Entdeckerin. Liebst vieles was sich neu und lebendig anfühlt. Probierst gerne aus, hast keine große Scheu vor dem „Unbekannten“. Du hast für dich einen gewissen Überblick erhalten oder einen bestimmten Grad an “Beherrschung des Interesses” errungen? Klasse! Dann darf es für dich schon quasi etwas neues in Angriff genommen werden!
Alles, was deinen Geist in Bewegung hält ist interessant.  

2.) WISSBEGIERIG / NEUGIERIG
Lernen war für dich nie die Sache, die du dir wünschtest nicht mehr tun zu müssen. Eigentlich lernst und erfährst du sogar sehr gerne neue Dinge ( Außerhalb des Leistungsdruck). Du kannst deine eigenen Grenzen austesten, Herausforderungen siehst du eher als Chance, anstatt zu verzweifeln. Alles was nicht der “Norm” entspricht schreckt dich erstmal nicht unbedingt ab. Die Neugier kann extrem viele Gesichter haben, ob kulturelle, erfinderische, oder einfach vielen neuen Rezepten, die es auszuprobieren gilt.


3.)  STAGNATION/ ROUTINE
Wenn es etwas gibt, was du nicht gut kannst, dann ist es Stagnation zu ertragen.
Oder auch Routine. Ein ständiger Ablauf derselben Sache ohne Chance auf Veränderung oder Vorwärtskommen.
Dieser Zustand ist gelinde gesagt zermürbend. Ein schleichender Prozess.
Der gerade bei Vielbegabten fatal enden kann. Schlimmstenfalls kann dies in einer Depression enden. Eine gefühlte Gefangenschaft in einer Entscheidung, einem Beruf .


4.) „UNZUSAMMENHÄNGENDE“ INTERESSEN
Du könntest von allem ein bisschen machen. Gärtnern, musizieren, schreiben, bauen, entwerfen … irgendwie interessiert dich alles und eine ganz hervorstechende Eigenschaft, Leidenschaft oder Interesse gibt es nicht.
Es ist aber anders als bei anderen. Anders als, die die eigentlich die Musik lieben und ihren Job nur als Nebentätigkeit betrachten. ( Alleine schon nur eine Leidenschaft auszuleben fühlt sich falsch an) Du liebst so viel und willst nichts hinten anstellen müssen ( Und das musst du Gott sei Dank auch nicht!!)

Und wie geht es dir nachdem du dies gelesen hast?
Hast du dich schon in einigen Merkmalen wiedergefunden? 😉

Dann hast du jetzt einige grundlegende Emotionen und Situationen kennengelernt.

Solche Situationen und Emotionen ziehen natürlich in unserer heutigen Gesellschaft häufig ein paar ” Nachteile” mit sich, denn leider ist es eher angesehen, dass man sehr klar und zielstrebig ist. Die vielen Möglichkeiten, die Vielbegabte erleben möchten lassen sie daher eher als wankelmütig und unentschlossen darstellen. In Folge dessen können unter anderem Existenzängste entstehen. 
Oder aber auch das Gefühl das Leben sei Null und Nichtig, auch wenn dies nicht stimmt. 
Nimm dir das bitte nicht mit!

Alles liebe,
deine Carina

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