Existenzängste sind das, was uns Vielbegabte wirklich um schlaflose Nächte bringen kann.
Diese Zerrissenheit doch eigentlich seinen Ideen zu folgen, aber das MUSS etwas zu tun, das zu einer unsäglichen Routine geworden ist.
Zu Stagnation, denn alles fühlt sich abgenutzt, matt und wie wiedergekaut an.
Inzwischen musst du dich schon eher zum Job überreden, die Zähne zusammen beißen und/oder schön reden. ( Ach, es sind noch nur 8 Std … so hab ich es jedenfalls versucht)

Dabei möchtest du doch so gerne wieder neuen Input?
Raus aus der ewigen Wiederholung unsagbar langweiliger Routinen?
Wieder mehr Neues, mehr Abwechslung und mehr Freude?

Doch wie soll das gehen?
Einfach nur den Job wechseln?
Und dann schlimmstenfalls wieder in einer gleichen Situation enden?
Vielleicht sogar vom Regen in die Traufe?
Doch kann man wirklich etwas aufbauen, wenn man immer von neuem anfängt?
Kann man gegenüber  dem Partner, den Kindern, der Umgebung „erwarten“ immer so unstetig zu sein?
Vielleicht fühlst du dich sogar schon eher wie eine Belastung?
Wie soll man seinen Lebensunterhalt bestreiten ohne in Verzweiflung zu geraten?

All diese Gedanken sind nur Beispiele und andere Mäntel dieser Existenzängste bei Vielbegabten

Das Ding ist – am liebsten würde ich dir jetzt einfach sagen : Du brauchst keine Existenzangst haben! Absolut nicht!

Aber mal ganz ehrlich, so klappt das mit Ängsten einfach nicht ( Ansonsten hätten wir auch keine Angst mehr vor Spinnen, denn die bräuchte man ja auch nicht 😀 )

Was ich dir stattdessen gerne hier mitgeben möchte, sind Ideen und Anregungen, wie du diese Angst reduzieren kannst, bis sie dann irgendwann einfach so klein ist, das du sie fast nicht mehr bemerkst 😉

Ich bin nämlich keine Freundin davon, einfach weiterzumachen und zu hoffen, dass sich etwas ändert. ( Das tut es nämlich nicht, das verspreche ich dir)

Was du tun kannst 

1) Nichts ist für immer

Gerade beim Thema Job ist es wirklich wichtig zu verstehen, dass du ihn nicht für immer ausüben musst. ( Ich weiß, das klingt zu einfach und eigentlich wusstest du das auch, aber es ist wirklich so. Es Kommt IMMER etwas danach!) Das kann eine wirklich große Erleichterung sein. Wieso dir das helfen kann weniger Existenzängste zu hegen?
Es wird immer wieder etwas Neues kommen, sprich es geht immer weiter. Und ja, vielleicht ist er nicht so gut bezahlt wie der zuvor. Aber auch das muss ja nicht für ewig so bleiben. Es gibt Promotion, oder einfach nochmal einen Wechsel. Wieso nicht? Du wirst Jahrzehnte in der Arbeitswelt verbringen! 
Es ist so, so, so wichtig, das  du etwas tust, das dir Freude bereitet.


2) Versuche nicht DAS EINE zu finden

Das ist für Vielbegabte einfach keine Option. Punkt.
Gehe nicht in die Erwartung mit deinem nächsten Job endlich sich keine Sorgen mehr machen zu müssen, das sie Existenzängste aufhören. (Kleiner Disclaimer: Diese können nämlich auch bedeuten, dass die eigene Existenz nichtig gewesen ist. Dass das Potenzial einfach nicht ausgeschöpft worden ist … einer DER größten Problematiken für Vielbegabte.)
Dieser Punkt ist sehr mit Nr. 1 verwoben, denn : Es geht immer weiter und es gibt immer etwas Neues, was dich begeistern wird. (Juhu!!! Und : vielleicht kannst du ja auch mit dem bereits geleisteten irgendwie noch Geld verdienen? Ein Buch schreiben? Ein Produkt entwickeln? Oder auch einen verdammt gut bezahlten Nebenjob anfangen, aber auf geringen Stunden? Stichpunkt “weitere Einkommensquellen als Gegenmaßnahme bei Existenzängsten bei Vielbegabung” 😀 )
Um ein anschauliches Beispiel zu nennen : Früher haben Bauern auch mehrere “Einkommen” oder auch “Absicherungen” gehabt. Sie hielten nicht nur rein Rinder, oder Schweine, sie hatten auch Hühner und haben angebaut. Gehe zurück zu diesen Wurzeln! ( Gerade auch, wenn du selbstständig bist!!)
Vielleicht hast du jetzt schon eine Idee?


3) Spare Geld

Etwas, was einem eine sicherere Basis verleihen kann. Somit musst du dich nicht wirklich von Monat zu Monat quälen. Wenn du dir nämlich einen Puffer anlegst, hast du einen Vorteil wenn du irgendwann wirklich nicht mehr kannst und einfach kündigst (Wenn das Fass dann übergelaufen  ist und du nicht mehr kannst) Vielleicht kannst du so auch auf  Teilzeit gehen um dir somit mehr Zeit für deine Vielbegabung zu ermöglichen?
( Ich weiß manchmal ist es auch schwierig Geld zu sparen, gerade wenn einen wieder etwas anlächelt. Im Zweifelsfall die Gitarre etc, weil du ja lernen wolltest wie das geht. Aber vielleicht hat ja jemand anderes noch eine rumfliegen, die du dir ausleihen könntest? So habe ich es mit der Tattoomaschine gemacht 😉 )  


4) Spreche mit deiner Umgebung/Familie/Partne
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Klingt einfach, aber manchmal kann dies Wunder bewirken. Erzähl ihnen von deiner Situation, dass
du endlich verstanden hast, warum du so tickst, wie du es tust.
Du bist nicht alleine, es wird immer Menschen geben, die dich unterstützen!!

5) Setze dich mit deinen Interessen auseinander

Ich kann es einfach nur immer wieder betonen 😀
Ich meine das ist der Schlüssel, wie du tickst und langfristig auch die Möglichkeit Entscheidungen für dich zu treffen die zu dir passen! Welchen Job du wirklich annehmen solltest, Ob du nochmal ein Studium machen solltest, oder ob du dich vielleicht Selbstständig machst.
Es bringt einfach Klarheit.
Frage dich was du noch alles machen möchtest, was du interessant findest und wann die Projekte in deiner Vergangenheit ihren Reiz verloren haben. ( Sprich versuche diese Kurve zu analysieren)
Das sind wahnsinnig wichtige Indizien darauf, wie deine Vielbegabung funktioniert 🙂 

Dazu habe ich eine Aufgabe für dich : Schreibe dir gerne den Gefühlsverlauf während eines Projektes auf und Frage dich, was du alles erreicht hast, als das “schlechte Gefühl” / der Spass verloren ging.
Welche Dinge kannst du alle benennen? Dort, in diesem Bereich in dem deine Begeisterung waltet bist du EXPERTE!! 🙂 

So das war´s von mir. Was davon setzt du schon um und wo hapert es noch bei dir?? Schreib mir.

Und vergiss nicht : Ich wünsche dir ein geniales Leben.
Mit richtig viel Freude!

Deine Carina

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